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von Philipp Peuß

Schiffsneubau

Ostseestaal legt Solarfähre für Usedom-Urlauber auf Kiel

Stralsund. Es gibt sie noch, die guten Nachrichten aus der Stralsunder Wirtschaft: Die Ostseestaal GmbH hat am Dienstag eine weitere Elektro-Solarfähre auf Kiel gelegt. Zehn wurden bereits übergeben, fahren zum Beispiel für die „Weiße Flotte“ in Berlin oder auf dem Rhein. Das neue Solarschiff soll künftig das Festland mit der Insel Usedom verbinden. Ab August können so pro Fahrt bis zu 20 Personen und 15 Fahrräder von Kamp nach Karnin gebracht werden. Für die 800-Meter-Überfahrt braucht der Fahrgast dann sechs Minuten.

Die Elektro-Solar-Fähre, die eine Höchstgeschwindigkeit von 14 km/h fahren kann, wird von Ostseestaal und der Tochtergesellschaft Ampereship gebaut. Solarmodule und Hochleistungsbatterien mit 80 Kilowatt-Stunden liefern den erforderlichen Strom, um den Ruderpropeller anzutreiben. Die Fähre, die jetzt in der Schiffbauhalle steht, ist 14,65 Meter lang und 4,50 Meter breit. Nach der Kiellegung, natürlich mit dem Geldstück als Symbol für Glück und möglichst gute Gewinne, geht es in den nächsten Tagen an die Konservierung, bevor Innen- und Elektro-Ausbau folgen. „Wir gehen davon aus, dass wir das Schiff im August fertig haben“, sagt Ingo Schillinger, Ampereship-Manager, und berichtet stolz von 23 Solarprojekten, die in den letzten Jahren auf den Weg gebracht wurden.

Da gibt es den Alpen-Katamaran als Fahrgastschiff für die Schweiz, Autofähren, die auf dem Rhein rumschippern und Fähren in MV. Neuester Coup: Die Stralsunder haben den Auftrag für drei neue Solarfährschiffe für Zürich in der Tasche, die ab Sommer gebaut werden. „Der Markt ist da, denn erstens ist die Energiewende ein großes Thema, und zweitens sind viele Fahrgastschiffe 50 bis 60 Jahre alt“, deutet Ingo Schillinger verschmitzt großes Auftrags-Potenzial an. Dr. Thomas Kühmstedt, Technischer Direktor von Ostseestaal und Geschäftsführer von Ampereship, betont, dass man mit dem Bau der Usedom-Fähre dazu beitrage, in Mecklenburg-Vorpommern die E-Mobilität auch aufs Wasser zu bringen.  Mittlerweile sei das Stralsunder Unternehmen auf diesem Feld Vorreiter in Deutschland und Europa. „Dabei haben wir damals einfach nur angefangen und dachten uns, wenn der Schiffbau in der Krise
ist, könnten wir doch kleine Schiffe selber bauen. Das haben wir 2012 probiert, und es hat mit den Elektro-Solarschiffen funktioniert.“ Denn eigentlich konnte man zuvor nur gut „Bleche krumm biegen“, wollte und musste sich aber als einstiger Zulieferer für den krisengebeutelten Schiffbau neu aufstellen. „Wir haben erfolgreich neue Felder erschlossen, und das nicht nur mit Ampereship und den Fähren, sondern zum Beispiel auch mit unserer Gesellschaft OTS, die sich um den Bau von Tanks, Bunkern und Versorgungsanlagen kümmert.“ Und man müsse auch weiterhin flexibel bleiben und „die Nase in den Wind hängen, und zwar schneller als die anderen.“ Bisher jedenfalls ging das auf. Ostseestaal und seine Tochter-Unternehmen haben
sich längst den Titel „Global Player“ verdient.

Der jetzt auf Kiel gelegte Solar-Fähren Auftrag kommt von der Ueckermünder Oderhaff-Reederei Peters, die seit der Gründung 1990 Linien nach Swinemünde, zum Stettiner Haff und nach Usedom unterhält und 23 Mitarbeiter zählt. Künftig kommt die Fährverbindung zwischen Festland und Usedom dazu. „Ich hätte vor zwei Jahren nie gedacht, dass wir so schnell zum Ziel kommen. Dabei hat auch die Förderung geholfen“, sagt Reederei-Chef Kay Peters ganz offen. Denn die Fähre kostet rund 700 000 Euro, wovon 45 Prozent das Land übernimmt.

„Das Besondere an dieser Fähre ist, das sie mit einem Mann gefahren werden kann“, berichtet der 51-Jährige bei der Kiellegung in Stralsund, zu der er auch die Bürgermeisterin der Gemeinde Bugewitz, Ruth Schiller, und Jochen Storrer, Bürgermeister der Stadt Usedom, mitgebracht hatte. Ein Problem gibt es aber noch: „Der Ponton, ein spezielles Tender-Anlege-System, wird nicht rechtzeitig fertig. Da unterstützt uns jetzt aber der Hafenverein mit einem Decksmann, bis wir den Anleger nutzen können.“ Für den Reeder ist das neue Solarboot von Ostseestaal Schiff Nummer 5 in seiner Flotte.
Und das wird von einem der jüngsten Kapitäne gesteuert. Der 24-jährige Sergjus Kostin ist schon ganz gespannt auf „sein Schiff“. In den letzten Jahren fuhr der junge Mann, der in Barhöft aufgewachsen ist und aus einer Seefahrerfamilie stammt, auf einem Tonnenleger in Nordfriesland, hat seine Schiffsmechaniker-Ausbildung gemacht und war im Lotsenbetrieb auf Tour. Maschinen-und See-Patent hat er ebenso in der Tasche wie den Schein für die Binnenschifferei. Erfahrung für seinen neuen Job hat er in der Oderhaff Reederei bei Hafenrundfahrten und bei Touren nach Polen gesammelt.„Klar bin ich aufgeregt. Man sieht hier das Schiff, das man in ein paar Monaten selbst steuern wird“, strahlt der junge Mann in
schicker Reederei-Kluft.

Quelle: Ostseezeitung - Ines Sommer

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